Zum einen:
Musik aus “Der Kiste”
– Soundtrack des Appenzellerlands 2013
Ob absichtsvoll oder zufällig: In jeder Sekunde und fast überall klingt es, doch Geräusche sind vergänglich. Schade eigentlich, denn sie erzählen soviel von Menschen und ihrem Tun, von Orten und der Kultur. Höchste Zeit also für ein Tonarchiv. Ein Jahr Feldforschung, daraus entstanden ist ein Querschnitt durch die Appenzeller Klanglandschaft, auf 200 7“ Vinyl-Schallplatten gekratzt, in 200 informative Hüllen verpackt und mit bewegtem Bildmaterial archiviert.
Diese einmalig-einzigartige Appenzeller Tonsammlung heisst «Die Kiste» – eine überdimensionale Jukebox, die mit der Ledi-Wanderbühne von Frühling bis Herbst das Land durchkreuzt. Den Tonarm setzt ein leibhaftiger DJ aufs Vinyl, dem die Besucher vor Ort ihre Wünsche zuflüstern dürfen.
Zum andern:
Bild und Ton vom Downhill_Quintet
- Die Bande spielt sechs mal auf dem Hügel
Seriöse Feldforschung hat kein Ende. Ob urchig oder geschliffen, musikalisch oder chaotisch, scheinbar oder herzzerreissend, jedes Klangstück aus “der Kiste” erzählt seine eigene, unvollständige Geschichte. Wo die Jukebox aufhört, macht das Downhill_Quintet weiter. Es schichtet weiter, öffnet Abgründe, schleift rund, forscht und hackt im phantastischen Material. Es betrachtet mikroskopisch, färbt und beleuchtet aus ungeahnten Perspektiven, driftet ab um sanft zu landen! Ein minimal-, sureal, homöopathisches Kammerspiel querbeet durch die Süsswasser-Molasse, interaktiv obendrein und (wer weiss?) kurz bevor der Meeresspiegel wieder steigt.
Jetzt an 6 Standorten auf den Hügeln – später weiter unten!
Stefan Baumann aus Teufen entführt mit seinen Kompositionen für Cello und Laptop in die Tiefen der multiplen Cellokläge Liebesgeschichten, wild und heiter, ein erquickender Abend für offene Ohren. Kollekte
Die Klosterspiele Wettingen haben für ihre dritte Produktion eine Komödie gewählt. “De Franzos im Aargau” versetzt uns in die Zeit der Besetzung der Schweiz durch die Truppen Napoleons. Thomas Hürlimann hat sein Stück “De Franzos im Ybrig” für den Aargau bearbeitet. Denn auch das Kloster Wettingen wurde im Jahr 1798 von den Kriegsmächten besetzt und der Aargau von den Soldaten heimgesucht. Regisseur Volker Hesse will die Komödie vor dem Hintergrund dieser dramatischen Situation zeigen. Der Theaterabend beginnt mit einem Rundgang durch das Klosterareal, wo mit lebenden Bildern, mit kurzen Texten, mit Musik und Tanz der Ausnahmezustand des Krieges die Not der Bevölkerung erfahrbar werden.
Im Anschluss folgt dann im Klosterhof das turbulente Franzosenstück als eine Persiflage auf ein paar Tage Revolutionsgeschichte, wie sie sich auch in Wettingen hätte abspielen können. Beim Anrücken der Franzosen ziehen sich die “tapferen” Männer in ein Réduit zurück und überlassen die Frauen dem anrückenden Feind. Sie sollen sich verstecken oder mit Dung einreiben, raten sie ihren Frauen. Doch es kommt anders als es die Kriegsstrategie der Männer vorsieht, ganz anders! Nicht das französische Heer rückt im Dorf ein, sondern vorerst ein charmanter, harmloser Landschafts- und Schlachtenmaler mit Holzbein: der Pinsel von Napoléon.
19 Aufführungen im Juli und August 2011
Regie: Volker Hesse
Musik: Stefan Baumann, Töbi Tobler, Bettina Boller
Stefan Baumann stellt mit “SOLO für zwei, Hommage amoureux für Cello und einen Schauspieler” sein erstes Solo-Programm vor. Stephan Mathys, Berner Autor, hat dazu zwischen den Stücken den Text geschrieben.
“SOLO für zwei” ist eine verliebte Hommage an seine Allerliebste, und eine spannende Reise durch die Höhen und Tiefen der Zweisamkeit.
Ausgangspunkt der Kompositionen ist der Name Barbara. Jedem der sieben Stücke liegt eine eigene Stimmung des Cellos zugrunde (Scordatura) welche dem Cello einen jeweils eigenen Klang verleiht.
Die verschiedenen Stimmungen erlauben einen anderen Umgang mit Akkorden und Flageoletten und ermöglichen so ein spezifisches Komponieren. Das Resultat sind neue Klänge und Kombinationen die überraschen, verführen, betören.
Ein weiteres wichtiges Kompositionsmittel sind Live-Looping und Overdub. Einzelne musikalische Muster werden aufgenommen und übereinander geschichtet. So entsteht ein eigentliches Cello-Orchester
Stephan Mathys, Autor aus Bern, hat von den Stücken inspiriert einen Text geschrieben. Es ist eine suchende, entdeckende Geschichte entstanden, eine Hommage an die Liebe.
Der Schauspieler Alexander Peutz, Ensemble-Mitglied des Theater Konstanz, wird ihn zwischen den Stücken interpretieren.
Dienstag, 3. August YOUNG COMPOSERS WORKSHOP – ZUM RAUM WIRD HIER DIE ZEIT
11.00 Uhr im Pöstli Club im Morosani Posthotel
Konzepte und Kompositionen von Joris Stemmle und Stefan Baumann
Künstler:
Andres Bosshard, sound architect in residence
Srdjan Vukasinovic, Akkordeon
Nehrun Aliev, Klarinette
Stefan Baumann, Cello
Tobias Lampelzammer, Kontrabass
Mittwoch, 4.August AUSVERKAUFT!! NOMADENKONZERT – Memories of Sounds
10.30 Uhr Treffpunkt bei der Kirche in Sertig Dörfli
(Bus: 10.00 Uhr Abfahrt ab Bhf. Davos Platz / 10.21 Uhr Ankunft Sertig)
Teil 1 10.30 Uhr Kirche Sertig
BRAHMS Streichsextett op. 36 in G-Dur
Künstler:
Gémeaux Quartett
Lea Boesch, Viola
Nicolas Altstaedt, Violoncello
Teil 2: 12.00 Uhr beim Wasserfall im Sertig
Installation von Andres Bosshard und Joris Stemmle
Teil 3: Uraufführung I um 21.00 Uhr Pöstli Club im Morosani Posthotel
young composers workshop: liquid times-flying loudspeakers
Künstler:
Stefan Baumann, Konzept und Violoncello
Srdjan Vukasinovic, Akkordeon
Nehrun Aliev, Klarinette
Tobias Lampelzammer, Kontrabass
Donnerstag, 5. August LIEGEKONZERT – IM NETZ DES TRAUMFÄNGERS
21.00 Uhr im Hotel Schatzalp
Das mittleweile legendäre Liegekonzert auf der Schatzalp-Terrasse nimmt die Liegelauscher im Jubiläumsjahr auf eine T(R)aumKlangReise mit: Soundarchitect Andres Bosshard präsentiert sein Rotobossophon – eine Art Mischung zwischen Klangplanetarium, Windmühle und Traumfänger…. Die Reisebegleiter sind Livemusiker, young composers, Live electronics, ein paar Transducers, Klangkugeln, Plexiglas-Lautsprecher ….. und natürlich Andres Bosshards Poesie, seine glühende Klangbeziehung und kompositorische Kraft.
Künstler:
Andres Bosshard, sound architect in residence
Joris Stemmle, Klanginstallation
Srdjan Vukasinovic, Akkordeon
Nehrun Aliev, Klarinette
Stefan Baumann, Cello
Tobias Lampelzammer, Kontrabass
Zwei namenlose Männer und ein Boot. Der Eine und der Andere. Die beiden reden. Es passiert wenig. Sie segeln, ankern, trinken, essen. Das, was geschieht, geschieht in der Sprache. Reduziert, poetisch, existentiell. Denn es geht um die Grundfragen des Lebens und des Todes – um die Sehnsucht nach dem Verschwinden, nach der endgültigen Ruhe. Die beiden reden und müssen doch feststellen, dass Wörter nie das Eigentliche beschreiben. Und alles, was passiert, ist irgendwie nur ausgedacht. Der Eine fühlt sich schwer wie ein Stein
und am Ende doch leicht wie der Wind – weil er eins mit ihm wird.
“Ein Theaterstück, das Jugendliche ernst nimmt, indem ihnen etwas zugemutet wird. Indem die Zumutung darin besteht, die Probleme nicht kleiner zu machen als sie sind, das Leben nicht schöner zu färben, als es ist.”
(Autorenwettbewerb Kaas & Kappes, Duisburg (D), Begründung der Jury, 2006)
In schrägen Bildern, mit viel Musik und Bewegung zeichnet “Verdeckter Aufschlag” die spannungsgeladene Momentaufnahme einer Sechzehnjährigen, die irgendwo zwischen Schule und Zukunft feststeckt…
Mit der Schule ist Maria fertig. Was jetzt kommen soll, davon hat sie keine Ahnung. Sie bewirbt sich auf alle möglichen Lehrstellen, von denen sie keine so richtig interessiert. Von denen sie auch keine bekommt. Das hat sie im Grunde auch nicht anders erwartet. Wäre ja ganz was Neues, würde mal etwas funktionieren in ihrem Leben. Marias Vater hat eine neue Freundin, die sie nicht mag. Marias Freund ist eigentlich nur eine Affäre. Sie versucht kompatibel, nicht zickig und sportlich zu sein. Aber nichts läuft so, wie es soll. Der Alltag wird zum Albtraum und der Albtraum zum Alltag…
Trotz aller Katastrophen gewinnt Maria zunehmend an Selbstbewusstsein, begegnet den Widrigkeiten ihres Lebens nicht länger mit Verzweiflung, sondern mit Humor, Widerspenstigkeit und aufkeimender Kraft.
Konzept/Regie/Bühne: Taki Papaconstantinou
Spiel: Sabina Deutsch, Anna Mäder, Dirk Sikorski, Graham Smart
Projektion: Roland Schmidt
Musik: Stefan Baumann
Bühne/Requisiten: Peter Affentranger
Kostüme: Esther Schmid
Regieassistenz: Bettina Just
Administration: Jacqueline Kölliker
Uraufführung: 18. September 2009
Als sich Stefan Baumann und Roman Glaser vor einigen Jahren, anlässlich einer Serie von Improvisationsauftritten zum ersten Mal trafen, war beiden sehr schnell klar, dass diese Begegnung nicht ohne künstlerische Folgen bleiben würde.
Ihrer Affinität zu speziellen Räumen, zum musikalischen Erforschen von Orten, ist das hier entstandene Kühlturm-Projekt letzten Endes zu verdanken.
Architektur beeinflusst Musik. Seien es die Klangfarben eines Raumes, die akustischen Besonderheiten, die dort anzutreffen sind, aber auch die Wirkung von Architektur auf das emotionale Wahrnehmen, all diese Faktoren schliesslich verbinden sich zu einem reichen, sinnlichen Eindruck eines Ortes. Stefan Baumann und Roman Glaser sind bestrebt, diese verschiedenen Aspekte in ihr Spiel, in Komposition und Improvisation einfliessen zu lassen. Hierbei geht es ihnen darum, die Architektur und die Musik in unterschiedliche Beziehungen zu setzten, einen Raum klanglich nachzuzeichnen oder ihn aber zu kontrastieren und ihm mit einem musikalischen Kontrapunkt zu begegnen.
Photographs & Voice: Paolo Pellegrin
Video Producer: Adrian Kelterborn
Creative Director: Claudine Boeglin
Sound Designer: Stefan Baumann
Motion Graphics: Tia Dunn
“While covering the war in Lebanon, bombs and missiles were exploding around us, but you never saw who was launching them. It was different from all the wars I had covered before. This might be the way future wars look.”
Photographs & Voice: Thomas Dvorzak
Video Producer: Adrian Kelterborn
Creative Director: Claudine Boeglin
Sound Designer: Stefan Baumann
Motion Graphics: Tia Dunn
“I’m embedded with the Americans in Iraq. As a Westerner, there is no more access to the insurgent’s side. I don’t claim to have any overview. History made my choice—it’s fine!”
Photographs & Voice: Christopher Anderson
Video Producer: Adrian Kelterborn
Creative Director: Claudine Boeglin
Sound Designer: Stefan Baumann
Motion Graphics: Tia Dunn
“It’s not actually the dead, the physical destruction, that takes the toll: It’s this sense of this endless cycle. It’s hard to go and watch the similar sort of circumstances play themselves out over and over again.”
Photographs & Voice: Philipp Jones Griffiths
Video Producer: Adrian Kelterborn
Creative Director: Claudine Boeglin
Sound Designer: Stefan Baumann
Motion Graphics: Tia Dunn
“I decided to be the one to show what was really going on in Vietnam. Here was soemthing of profound importance to the whole world. My goal was to present every aspect of the war in a digestible way between two covers of a book.”
Alt werden bedeutet nicht einfach nur, dass am Ende sich das Leben von der Welt, die einem offen stand, auf ein Zimmer und Bett im Altersheim reduziert. Auch wenn die Realität oft so ist, kann der letzte Lebensabschnitt selbst mit all seinen zunehmenden Ein- schränkungen noch unglaublich viel bieten.
Die Protagonistin wanderte mit 72 Jahren nach Florenz aus, besuchte 6 Jahre die Kunstschule und danach lebte sie längere Zeit in einem Kloster in Nepal, um den Buddismus kennen zu lernen. Den letzten Lebensabschnitt bis zum Tod hin sinnvoll erleben – das lebte uns Emy Baur vor.
This story is a personal exploration of loss, separation,
heaven and hell. Inspired by Pirandello’s play “Six
Characters in Search of an Author”, Majoli elaborates
on the notion that we are all “actors of life”.
Fireworks, dancing and lots of champagne and promises to do things better next year.
Anticipation, celebration, hangover.
This essay celebrates the ritual of New Years Eve. Magnum wishes everybody a happy new year.
Im dritten Projekt wagte Variaton die Vereinigung von sinfonischer Musik mit den elektronischen Klängen eines Elektro-Duos, bestehend aus dem Berner DJ Ramax und dem Cellisten und Komponisten Stefan Baumann. Zusammengegeführt wurden die beiden unterschiedlichen Klangwelten durch den Tanz von Nina Stadler und Moritz Stäubli. Zur Aufführungen gelangten mehrere eigens für das Projekt komponierte Stücke für sinfonisches Orchester und Elektro-Duo, darunter die „My_Age_Symphony“ von Droujelub Yanakiev, DJ Ramax und Stefan Baumann als Hauptwerk. Die beiden Konzerte im ausverkauften Kornhausforum Bern wurden vom bunt durchmischten Publikum und von der Presse begeistert aufgenommen. Durch die vom Berner Label „cuco“ organisierte My_Age_Party fanden die Konzerte eine Fortsetzung bis in die frühen Morgenstunden.
Übergang zu Interlude I:
Leitung: Droujelub Yanakiev
Solisten: Ramax (DJ) / Stefan Baumann (Cello)
Tanz und Choreographie: Nina Stadler & Moritz Stäubli
Programm:
Samuel Barber – Adagio for Strings, op. 11
Baumann / Ramax / Yanakiev – Interlude 1 (Uraufführung)
Maurice Ravel – Drei Sätze aus „Ma Mère l’Oye“
Baumann / Ramax / Yanakiev – Interlude 2 – Aria (Uraufführung)
Igor Stravinsky – Suite Nr. 2 pour petit Orchestre
Baumann / Ramax / Yanakiev – Interlude 3 (Uraufführung)
Darius Milhaud – Le Boeuf sur le Toit
Yanakiev / Ramax / Baumann – My_Age_Symphony (Uraufführung)
Fr. 11. Mai 2007 20.30 Kornhausforum Bern
Sa. 12. Mai 2007 20.30 Kornhausforum Bern
Wandern entlang des Kronbergs oder geistige Nahrung für unterwegs
Der Hörer/ die Hörerin erwandern mit Kopfhörer und Discman/iPod/mp3-Player den Kronberg. Von der Ich-STimme werden sie geführt. Sie nimmt Sie mit auf den Weg. Geräusche, Musik, Dialoge und Originaltexte erzählen von Ereignissen, die auf dem Weg passierten, die man entdecken kann.
Gehörtes wird interaktiv, Realität wird zur Fiktion.
Jeder Hörer/ jede Hörerin erlebt sein persönliches Theaterstück in der freien Natur, in realer Kulisse.
Ausschnitte zum hören:
2. Bäder und Kuren
6. ertrunkenes Leid
12. steter Tropfen
13. Fluss der Zeit
Konzept, Idee, Produkitonsleitung: Barbara Bucher, Karin Bucher, Stefan Baumann
Audio-Design, Sound- Engineering, Komposition, Cello: Stefan Baumann
Manfred Spitaler: Klarinetten
Chrobegchörli Gonten
Die Doppel-CD inkl. inszenierte Fotokarten, Wanderkarte, Trinkbecher in Aluminium-Box: sFR. 42.-
direkt am Kronberg zu erwandern und bei mir zu kaufen!