Die Klosterspiele Wettingen haben für ihre dritte Produktion eine Komödie gewählt. “De Franzos im Aargau” versetzt uns in die Zeit der Besetzung der Schweiz durch die Truppen Napoleons. Thomas Hürlimann hat sein Stück “De Franzos im Ybrig” für den Aargau bearbeitet. Denn auch das Kloster Wettingen wurde im Jahr 1798 von den Kriegsmächten besetzt und der Aargau von den Soldaten heimgesucht. Regisseur Volker Hesse will die Komödie vor dem Hintergrund dieser dramatischen Situation zeigen. Der Theaterabend beginnt mit einem Rundgang durch das Klosterareal, wo mit lebenden Bildern, mit kurzen Texten, mit Musik und Tanz der Ausnahmezustand des Krieges die Not der Bevölkerung erfahrbar werden.
Im Anschluss folgt dann im Klosterhof das turbulente Franzosenstück als eine Persiflage auf ein paar Tage Revolutionsgeschichte, wie sie sich auch in Wettingen hätte abspielen können. Beim Anrücken der Franzosen ziehen sich die “tapferen” Männer in ein Réduit zurück und überlassen die Frauen dem anrückenden Feind. Sie sollen sich verstecken oder mit Dung einreiben, raten sie ihren Frauen. Doch es kommt anders als es die Kriegsstrategie der Männer vorsieht, ganz anders! Nicht das französische Heer rückt im Dorf ein, sondern vorerst ein charmanter, harmloser Landschafts- und Schlachtenmaler mit Holzbein: der Pinsel von Napoléon.
19 Aufführungen im Juli und August 2011
Regie: Volker Hesse
Musik: Stefan Baumann, Töbi Tobler, Bettina Boller
Das Konzert der Gruppen Katzenjammer am Freitag, 3. September, muss wegen Krankheit leider abgesagt werden.
Als Ersatz ist es der Festivalleitung gelungen, die Schweizer Kultband The Dead Brothers, «the one and only Death Blues Funeral String Trash Orchestra» zu verpflichten. Mit von der Partie beim Konzert auf der Seebühne werden sein:
Alain Dead Croubalian (Banjo, Gitarre, Gesang)
Matthias Dead Lincke (Geige, Mandoline, Gesang)
Balts Dead Nill (Perkussion, Schlagzeug)
Resli Dead Burri (Harmonium, Kübelbass, Klarinette, Perkussion, Gesang)
Stefan Dead Baumann (Cello)
The Dead Brothers sind das, was ertönt, wenn man Roma-Musik mit Blues, Rock ‘n’ Roll und 30er-Jahre-Jazz mischt. Oder wie sie es selber sagen: «Bluesgrass clashes with Macedonian funeral marches, Jimmy Rodgers goes line dancing with Bauhaus and Swiss hillbilly folk music becomes the soundtrack to a hardboiled film noir…» Das Quintett spielt Songs der neuesten CD «The 5th Sin-Phonie». Mehr zu den Dead Brothers
The Dead Brothers: The 5th Sin-Phonie. Seebühne, FR 3.9., 21.00 Uhr
CHF 28.-
Billette
Billette sind ab sofort erhältlich. Bereits gekaufte Billette für das Konzert von Katzenjammer (Code F3) sind gültig für das Ersatzkonzert oder können bis am Sonntag, 5. September 2010 an der Kasse auf der Landiwiese zurückgegeben werden.
Andres Bosshard «Das Echo der Verführung. Vom Singen, Flüstern und Schweigen der Sirenen» Choreophonie und Echoraum an der Fassade des KKL Luzern zur Eröffnung von LUCERNE FESTIVAL im Sommer Donnerstag, 12. August | 17.30 – 18.15 Uhr | Europaplatz
Wände – seien sie aus Glas, Stahl, Beton oder Holz – speichern alle Klänge, die auf sie auftreffen. Das heisst, dass sich ein Gebäude aller Gespräche, aller Musik, aller Geräusche, die in seinem Inneren je stattgefunden haben, erinnert und sie – vielleicht vorläufig noch unhörbar und ganz selten – als unsichtbares Klanggewebe aussendet. Wie freut sich doch ein Konzertsaal, wenn in ihm musiziert wird. Wie freut sich doch das KKL Luzern, wenn ein Festival beginnt! Zwanzig vernetzte Satellitenschüsseln in der Fassade beim Europaplatz bilden eine Horchstation, welche die Wände und das grosse Vordach insbesondere auf grossräumige Bewegungen von unbekannten Klangbahnen untersuchen kann. Schon die kleinsten Vibrationen werden aufgefangen, umgewandelt und hörbar in den Himmel des Dachspiegels projiziert. Ein zauberhafter Echoraum voller Vorfreude und klingender Erinnerungen wird Sie auf das kommende Festival einstimmen!
Andres Bosshard Konzeption und Komposition | Stefan BaumannLive Elektronik und Klangraumregie | Srdjan Vukasinovic Vierteltonakkordeon | Adrian Steiger und Tonart Schenker Audiovisuelle Technik Installation und Netzwerk
Dienstag, 3. August YOUNG COMPOSERS WORKSHOP – ZUM RAUM WIRD HIER DIE ZEIT
11.00 Uhr im Pöstli Club im Morosani Posthotel
Konzepte und Kompositionen von Joris Stemmle und Stefan Baumann
Künstler:
Andres Bosshard, sound architect in residence
Srdjan Vukasinovic, Akkordeon
Nehrun Aliev, Klarinette
Stefan Baumann, Cello
Tobias Lampelzammer, Kontrabass
Mittwoch, 4.August AUSVERKAUFT!! NOMADENKONZERT – Memories of Sounds
10.30 Uhr Treffpunkt bei der Kirche in Sertig Dörfli
(Bus: 10.00 Uhr Abfahrt ab Bhf. Davos Platz / 10.21 Uhr Ankunft Sertig)
Teil 1 10.30 Uhr Kirche Sertig
BRAHMS Streichsextett op. 36 in G-Dur
Künstler:
Gémeaux Quartett
Lea Boesch, Viola
Nicolas Altstaedt, Violoncello
Teil 2: 12.00 Uhr beim Wasserfall im Sertig
Installation von Andres Bosshard und Joris Stemmle
Teil 3: Uraufführung I um 21.00 Uhr Pöstli Club im Morosani Posthotel
young composers workshop: liquid times-flying loudspeakers
Künstler:
Stefan Baumann, Konzept und Violoncello
Srdjan Vukasinovic, Akkordeon
Nehrun Aliev, Klarinette
Tobias Lampelzammer, Kontrabass
Donnerstag, 5. August LIEGEKONZERT – IM NETZ DES TRAUMFÄNGERS
21.00 Uhr im Hotel Schatzalp
Das mittleweile legendäre Liegekonzert auf der Schatzalp-Terrasse nimmt die Liegelauscher im Jubiläumsjahr auf eine T(R)aumKlangReise mit: Soundarchitect Andres Bosshard präsentiert sein Rotobossophon – eine Art Mischung zwischen Klangplanetarium, Windmühle und Traumfänger…. Die Reisebegleiter sind Livemusiker, young composers, Live electronics, ein paar Transducers, Klangkugeln, Plexiglas-Lautsprecher ….. und natürlich Andres Bosshards Poesie, seine glühende Klangbeziehung und kompositorische Kraft.
Künstler:
Andres Bosshard, sound architect in residence
Joris Stemmle, Klanginstallation
Srdjan Vukasinovic, Akkordeon
Nehrun Aliev, Klarinette
Stefan Baumann, Cello
Tobias Lampelzammer, Kontrabass
Liederabend, am 02, 2,9,10.07.2010, Stadttheater Konstanz
„Baby, please don’t go“ – nach den Vorstellungen von Glaube Liebe Hoffnung präsentieren der Cellist Stefan Baumann (Ich bin der Wind) und Sänger Alexander Peutz als musikalischen Chill-Out ein Destillat aus der Ursuppe jedes bekennenden Rock’n‘Rollers. Mit Songs von Ray Charles, Leadbelly, Muddy Waters u.a.
Live:
28.03.2010 CH-Langenthal, Chrämerhuus
05.04.2010 CH-Bern, Dampfzentrale
17.04.2010 CH-Lausanne, Cinéma du Bourg
20.04.2010 CH-Wädenswil, Theater Ticino
24.04.2010 CH-Bulle, Ebullition
29.04.2010 NL-Eindhoven, Effenaar (late night show)
30.04.2010 NL-Deventer, Burgerweeshuis Tuinfeest (afternoon show outdoors)
01.05.2010 tbc
06.05.2010 CH-Basel, Parterre
08.05.2010 CH-Zürich, El Lokal
31.05.2010 NL-Amsterdam, Paradiso
01.06.2010 B- Liegé; Le Tipi
02.06.2010 LUX-Luxembourg, Sang&Klang
03.06.2010 NL-Tilburg, 013
04.06.2010 NL-Haarlem, Patronaat
05.06.2010 NL-Middelburg, De Spot
06.06.2010 Ger-Freiburg, Cafe Atlantik
26.06.2010 CH-Biel, Schliessung Galerie INT*31.07.2010 CH-Waldstock Festival:
*Dead Circus Premiere feat. Akrobatin Virginie Scherrer
07.08.2010 A-Dornbirn, Spielboden
08.08.2010 D-Aschaffenburg, Kommz Festival
More than a year of songwriting gave birth to a list of 40 new songs. And we’ve been recording the best of’em. 15 beauties that you will hear soon On Voodoorhythm Records.
The sound is bewildering, poisonous and intimate at the same time. String orchestra meets mountain folk music, punk rock meets Wagners’ gothic and we invented a new style: blackgrass, the dark side of bluegrass. Cowshit on snakeskin boots…
Fiddles, mandolines and cellos, a devlish slappin’ double bass, a great pump pedal organ from the turn of last century, banjos, the sixties twangy Hopf guitar, hawaian lap-steel, a singing saw and other hobo suitcase percussion. Yes, that’s the sound of the Dead Brothers !!
Zwei namenlose Männer und ein Boot. Der Eine und der Andere. Die beiden reden. Es passiert wenig. Sie segeln, ankern, trinken, essen. Das, was geschieht, geschieht in der Sprache. Reduziert, poetisch, existentiell. Denn es geht um die Grundfragen des Lebens und des Todes – um die Sehnsucht nach dem Verschwinden, nach der endgültigen Ruhe. Die beiden reden und müssen doch feststellen, dass Wörter nie das Eigentliche beschreiben. Und alles, was passiert, ist irgendwie nur ausgedacht. Der Eine fühlt sich schwer wie ein Stein
und am Ende doch leicht wie der Wind – weil er eins mit ihm wird.
Als sich Stefan Baumann und Roman Glaser vor einigen Jahren, anlässlich einer Serie von Improvisationsauftritten zum ersten Mal trafen, war beiden sehr schnell klar, dass diese Begegnung nicht ohne künstlerische Folgen bleiben würde.
Ihrer Affinität zu speziellen Räumen, zum musikalischen Erforschen von Orten, ist das hier entstandene Kühlturm-Projekt letzten Endes zu verdanken.
Architektur beeinflusst Musik. Seien es die Klangfarben eines Raumes, die akustischen Besonderheiten, die dort anzutreffen sind, aber auch die Wirkung von Architektur auf das emotionale Wahrnehmen, all diese Faktoren schliesslich verbinden sich zu einem reichen, sinnlichen Eindruck eines Ortes. Stefan Baumann und Roman Glaser sind bestrebt, diese verschiedenen Aspekte in ihr Spiel, in Komposition und Improvisation einfliessen zu lassen. Hierbei geht es ihnen darum, die Architektur und die Musik in unterschiedliche Beziehungen zu setzten, einen Raum klanglich nachzuzeichnen oder ihn aber zu kontrastieren und ihm mit einem musikalischen Kontrapunkt zu begegnen.